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Reisebericht

Chorreise nach Venedig, 18.-21. März 2010

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Am Donnerstagmorgen begab sich die erste Gruppe vom Kirchenchor mit Anhang und Freunden auf die Reise nach Venedig. Die knapp siebenstündige Bahnfahrt wurde eifrig dazu genutzt, um die Reiseführer zu studieren, sich die Zeit mit einem Jass zu vertreiben und bei einem gemütlichen, kulinarischen Reisepicknick mit einem Becher Wein anzustossen.

Um ca. 14 Uhr fuhren wir über die rund 4 km lange Brücke “Ponte della Libertà“ in den Bahnhof Santa Lucia von Venedig ein. Die erste Fahrt mit dem Vaporetto (Wasserbus), dem typischen Verkehrsmittel der Lagunenstadt, auf dem Canal Grande zum Markusplatz war sehr beeindruckend. Von dort aus erreichten wir zu Fuss in wenigen Minuten unsere feudale Unterkunft, das Hotel „La Fenice et des Artistes“, welches unmittelbar hinter dem gleichnamigen Opernhaus steht. Einige begaben sich anschliessend bereits auf erste Erkundigungstouren, bis wir uns um 18 Uhr zum gemeinsamen Apéro und Abendessen besammelten. Lotti hatte für uns ein heimeliges Sääli in einer nahe gelegenen Osteria reserviert. Obwohl nicht alle das serviert bekamen, was sie bestellt hatten, wurden wir vorzüglich verköstigt. Das Ständchen unsererseits zu fortgeschrittener Stunde verdankte der Chef des Hauses mit einem Schlummertrunk.

Beim morgendlichen Frühstück im Hotel traf man sich wieder zu Kaffee, gefüllten Gipfelis, Müesli, etc. Der Markt bei der Rialtobrücke, ein Besuch der berühmten Insel Murano, bekannt für die Glasbläserkunst, und der idyllischen, farbenfrohen Fischerdorf-Insel Burano, oder einfach ein Bummel durch die Gassen der Stadt, standen auf dem Programm. Zeit für einen Teller Spaghetti, ein feines Gelato oder einen Espresso haben wir uns zwischendurch auch nicht nehmen lassen. Dabei mussten wir erstaunt feststellen, dass „ein Schluck Kaffee“ mit stolzen 9 Franken zu berappen war…

Am Freitagabend erwarteten wir im Hotel unsere zweite Reisegruppe, die am Nachmittag auch in Venedig eingetroffen war. Ein „Sprizz“ zum Apéro in unserer Stamm-Bar „Teamo“ durfte natürlich nicht fehlen. Danach besuchten einige ein klassisches Konzert, andere tauchten ins Nachtleben von Venedig ein.

Am Samstag nutzte man die Gelegenheit, alle noch nicht erkundeten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, z.B. den Dogenpalast, die Basilica San Marco und ein paar andere der über 100 Kirchen Venedigs. Wir verschafften uns einen Überblick aus der Vogelperspektive von einem der Aussichtstürme der Stadt und einige leisteten sich sogar eine Gondelfahrt. Bereits am Vortag hatten wir bemerkt, dass sich inzwischen in unserer Gruppe ein oder sogar zwei Gondolieri befinden…

Am Abschlussabend organisierte René zum Nachtessen ein gemütliches Lokal für die Gruppe. Auf dem Weg dorthin wurde klar, wie schnell man sich im Labyrinth von Venedig aus den Augen verlieren kann... Eine weitere Gruppe verköstigte sich in einem anderen Restaurant mit einer lokalen Spezialität: „fegato alla veneziano“ (geschnetzelte Kalbsleber mit Zwiebeln und Petersilie). Ein paar gönnten sich den Besuch einer Oper in einem Palazzo, oder eine Nachtfahrt mit dem Vaporetto auf dem Canal Grande. Zum Schlummertrunk traf man sich wieder in der Hotelbar.

Den Sonntagmorgen verbrachten wir mit Packen, schlenderten nochmals durch die Gassen der Stadt, machten einen kurzen Abstecher auf die Friedhofsinsel San Michele, oder zu guter Letzt eine Audio-Führung durchs Opernhaus La Fenice.

Um 13 Uhr versammelte sich die 38-köpfige Gesellschaft allmählich um den Bahnhof. Man besorgte die letzten Geschenke, den Reiseproviant oder begegnete sich bei einem Imbiss vor der Abfahrt. Die Heimreise verging wie im Flug und ohne Zwischenfälle. Mit einer kleinen Verspätung kamen wir etwas müde, aber mit vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen in Steinen an.

Herzlichen Dank an René, Albert und Lotti für die sehr gute Organisation der Reise.

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